Fragen und Antworten zu All-IP

Muss ich die Kommunikation meines Unternehmens von heute auf morgen umstellen?

Der Umstieg auf einen IP-basierten Anschluss ist keine Frage von „entweder – oder”. Beide
Techniken existieren im Unternehmen problemlos parallel, sodass es möglich ist, Schritt für Schritt
umzusteigen und analoge bzw. ISDN-basierte Elemente nach und nach durch zukunftsfähigere und
skalierbarere Module auf All-IP- Basis zu ersetzen.

Bringt All-IP nur ein Mehr an Funktionen oder gibt es auch konkrete praktische Vorteile in Arbeitsabläufen?

Besonders die Integration der Telefonie in bestehende Geschäftsprozesse und in vorhandene
Anwendungen verspricht einiges an Arbeitserleichterung: Telefonnummern müssen beispielsweise
nicht mehr über das unübersichtlich kleine Display aus dem separaten Speicher des Telefons
ausgewählt werden, sondern können einfach auf dem PC angeklickt werden. Zusätzlich verbessert
sich durch die direkte Integration von Präsenzfunktionen die Zusammenarbeit innerhalb des
Unternehmens und mit Geschäftspartnern – auch vollkommen ortsunabhängig dank der nahtlosen
Einbindung unterschiedlicher Endgeräte in das Unternehmensnetzwerk.

Können die vorhandenen Endgeräte auch mit All-IP genutzt werden?

Es gibt die Möglichkeit, vorhandene, spezielle Endgeräte über entsprechende Adapter oder Gateways
weiter zu betreiben. Bei Sonderanwendungen, also beispielsweise Alarmanlagen, Türöffner oder
Bezahlterminals für Kartenzahlung, muss die Kompatibilität mit dem Hersteller beziehungsweise
Anbieter geklärt werden. Alle Endgeräte, insbesondere Telefone, weiter zu betreiben ist allerdings
nicht sinnvoll, da der Nutzer nicht nur Funktionseinschränkungen hinnehmen muss, sondern auch
von Weiterentwicklungen ausgeschlossen ist. Dies hat massive negative Auswirkungen auf die
Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Wie schnell muss mein Internet- Anschluss sein?

Wenn parallel zur Telefonie auch Computerdaten übertragen werden, ist eine Bandbreite von ca. 120
kbit/s je Telefongespräch notwendig. Dabei sollte man sich nicht von hohen Download-Raten
beeindrucken lassen, denn diese sind – wenigstens bei ADSL-Anschlüssen – meist deutlich höher als
die eigentlich relevante Upload-Rate, mit der Dateien ins Internet übertragen werden können. Sie
sollten ohnehin auf einen SDSL-Anschluss setzen, bei dem die Bandbreiten für Up- und Download
identisch und im angegebenen Umfang garantiert verfügbar sind.

Wie kann ich mein Unternehmen auf die Umstellung vorbereiten?

An erster Stelle steht die rechtzeitige Klärung des Bedarfs: Was wird an Anwendungen und
Endgeräten bezüglich der Kommunikation und Zusammenarbeit nach innen und außen verwendet?
Was wird häufig eingesetzt? Was wird eher selten genutzt? Auch die Frage, inwieweit die
bestehende Telefonielösung noch die steigenden Anforderungen hinsichtlich Mobilität und
Flexibilität erfüllt, sollte gestellt werden. Letztlich ist aber nicht nur das Wann der Entscheidung
wichtig, sondern auch das Wofür: Wollen Sie künftig gänzlich auf die eigene TK-Anlage verzichten
und stattdessen auf Cloud-Telefonie setzen? Oder wollen Sie Ihre ISDN-Telefonanlage weiterhin im
Betrieb belassen und nach Anbietern von IP-Anlagenanschlüssen suchen, die den bestehenden ISDN-
oder analogen Anschluss „digitalisieren“?

Wie sicher ist All-IP?

Mit All-IP integriert sich Telefonie nahtlos in die generelle Daten-Infrastruktur eines Unternehmens.
Das bedeutet, dass die Telefonie-Daten damit ebenso geschützt werden müssen wie andere
Unternehmensdaten auch. Alle vorhandenen Möglichkeiten zur Verschlüsselung können und sollten
entsprechend genutzt werden.

 

 

Gerne beraten wir Sie zu All-IP Themen
2017-08-12T12:53:22+00:00